Livestream für die Sparkasse Fulda: Gleichstellung im Berufsleben

Es gibt Produktionen, bei denen man schon während des Aufbaus merkt, dass es nicht nur um Kameras, Licht und Technik geht. Unser Livestream für die Sparkasse Fulda war genau so ein Projekt, denn im Mittelpunkt stand das Thema Gleichstellung im Berufsleben, welches ein Thema ist, das jeden betrifft und über das noch viel häufiger gesprochen werden muss. Umso wertvoller war es, dass wir diesen Austausch begleiten durften.

Bevor am eigentlichen Veranstaltungstag die ersten Kameras liefen, waren wir bereits einen Tag vorher vor Ort, um alles wichtige vorzubereiten. Die Kameras wurden aufgebaut, das Licht wurde gesetzt, der Ton eingerichtet und sämtliche Abläufe einmal durchgespielt. Hinter der Kamera muss ganz viel passieren, damit es vor der Kamera später wie selbstverständlich aussieht. Gerade bei einem Livestream gibt es schließlich keinen zweiten Versuch.

 

Eine Location, die den richtigen Rahmen geschaffen hat

Besonders in Erinnerung geblieben ist uns die Location, in der wir drehen durften. Das "The Beam" Studio in Fulda bot eine wirklich schöne Kulisse für den Livestream und schuf vor allem insgesamt eine angenehme Atmosphäre für alle Anwesenden.

Mehr als nur die Technik

Gerade bei einem Thema wie Gleichstellung im Berufsleben merkt man schnell, wie wichtig solche Formate sind. Es kommen unterschiedliche Perspektiven zusammen, die unterschiedlichsten Erfahrungen werden geteilt und es entstehen auch außerhalb des eigentlichen Livestreams Gespräche, die einen prägen. Dass wir mit unserer Arbeit einen kleinen Teil dazu beitragen konnten, diesen Austausch sichtbar zu machen, hat das Projekt für uns noch besonderer gemacht.

Wenn die letzte Frau den Raum verlässt

Ein weiterer besonderer Programmpunkt des Livestreams war die Vorstellung des Buches "Wenn die letzte Frau den Raum verlässt", bei der auch einer der Autoren persönlich zu Gast war. Allein der Titel des Buches bleibt einem dabei im Kopf, aber nicht nur, weil er provoziert, sondern vor allem weil er Fragen aufwirft, die weit über einzelne Berufsfelder hinausreichen. Wie lange werden zum Beispiel noch Räume von patriarchalen Strukturen geprägt, die Teilhabe zwar versprechen, sie aber nicht immer selbstverständlich ermöglichen? Gleichstellung bedeutet eben nicht, Frauen nur symbolisch einen Platz am Tisch einzuräumen, sondern vor allem Bedingungen zu schaffen, unter denen ihre Ansichten und Perspektiven gehört, ernst genommen und auch gleichwertig miteinbezogen werden. Solange Chancen, Verantwortung und Sichtbarkeit noch immer nicht selbstverständlich verteilt sind, bleibt Gleichberechtigung kein abgeschlossener Zustand, sondern eine gesellschaftliche Aufgabe, die immer wieder aufgebracht und neu ausgehandelt werden muss. Eine wirklich gerechte Gesellschaft misst Fortschritte nicht daran, wie viele Türen geöffnet wurden, sondern daran, ob sie auch tatsächlich für alle gleichermaßen offen stehen.

Die Wichtigkeit dieses Themas

Genau deshalb ist es so wichtig, dass auch in diesem Livestream der Sparkasse so intensiv darüber gesprochen wurde, denn ein gesellschaftlicher Wandel kann nicht über Nacht passieren und beginnt eben genau mit solchen Gesprächen, die laut aufmerksam machen. Deswegen war es diesmal nicht nur filmisch für uns spannend, sondern vor allem menschlich bereichernd. 
 

Ein weiterer Blick hinter den Livestream

Zurück aber zur Technik: Natürlich wären aber all diese wichtigen Gespräche und Aufklärungen nicht zustande gekommen, wenn hinter den Kulissen nicht viel passiert wäre. Unser Set haben wir stundenlang aufgebaut und perfektioniert und das lange, bevor überhaupt die ersten Gäste eintreffen konnten.

Während des Livestreams dann selbst liefen mehrere Kameras parallel, zwischen denen live umgeschaltet wurde. Aber nicht nur das Bild, sondern auch der Ton muss konstant im Auge behalten werden und zwar ohne dabei den eigentlichen Inhalt aus dem Fokus zu verlieren.

Wenn am Ende eine Produktion so selbstverständlich wirkt, als wäre sie ganz nebenbei entstanden, steckt meist genau die Arbeit dahinter, die niemand sieht.

 

 

Autorin: Luna-Sophie Fritzsche (Praktikantin), (Instagram: @just.me.luna_)